Rheinische Post: Kommentar / Frühes Einschreiten gegen Terror-Gefahr = Von Gregor Mayntz

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Wurde eine Terrorzelle zerschlagen? Und konnten
damit Anschläge auf Berliner Touristenziele verhindert werden? Oder
lässt die Mitteilung der Polizei, dass „nichts gefunden wurde, was
gefährlich sein könnte“ auf einen Gefährdungsgrad im
niedrigschwelligen Bereich schließen? Jedenfalls haben die Behörden
nach monatelanger Beobachtung lieber zugeschlagen, bevor zu
Attentaten entschlossene Extremisten beim Bombenbauen abtauchen.
Insofern sind die Razzien für den Augenblick nicht Grund zur
Besorgnis, sondern zur Beruhigung. Noch scheinen die Behörden nah
genug dran zu sein, um Schlimmeres zu verhindern. Aber Wachsamkeit
bleibt oberstes Gebot. Und es bleibt leider auch die Befürchtung, auf
Bluttaten gefasst sein zu müssen. Denn da ist auch der Verdacht, dass
der Islamische Staat mit der Erwartung oder gar dem Auftrag dahinter
steht, Angst und Schrecken wie in Paris auch in Berlin zu verbreiten.
Und da sind die Hinweise auf Kontakte zu anderen
IS-Terrorverdächtigen bis hinein ins belgische Netzwerk der
Paris-Attentäter. Wieder mal ist die abstrakte Formulierung,
Deutschland stehe im Fadenkreuz des islamistischen Terrors, konkreter
geworden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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