Rheinische Post: Kommentar / G 7 enttäuscht = Von Eva Quadbeck

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In der Bekämpfung der Flüchtlingskrise ist es
beim G 7-Gipfel nicht gelungen, ein starkes Signal zu setzen. Das ist
beklagenswert. Denn wer auf der Welt soll bei der Linderung dieses
Dramas voranschreiten wenn nicht die wohlhabendsten Länder dieser
Erde? Dabei wäre es möglich gewesen, Selbstverpflichtungen zur
Aufnahme von Flüchtlingskontingenten einzugehen und damit ein Zeichen
der Solidarität zu setzen. Doch dazu war niemand bereit. Merkel will
nicht mehr. Obama kann sich innenpolitisch nicht mehr durchsetzen.
Hollande fürchtet Protest. Renzi macht sich einen schlanken Fuß, und
Trudeau hat schon 25.000 aufgenommen. Die G 7 haben in dieser Frage
auch nicht mehr Kraft als die zerstrittene EU. Immerhin haben sich
die Staats- und Regierungschefs intensiv der Bekämpfung von
Fluchtursachen gewidmet. Doch als handfestes Ergebnis können sie nur
einen gemeinsamen Kredit über 3,6 Milliarden Dollar vorlegen, der dem
Irak zum Aufbau seiner Infrastruktur und damit zur wirtschaftlichen
Stabilisierung zugutekommen soll. Das ist wenig.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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