Rheinische Post: Kommentar / Gefahr vor der Haustür = Von Christian Schwerdtfeger

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Um es vorweg deutlich zu sagen: Den
nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden liegen derzeit keine
konkreten Hinweise für einen bevorstehenden Terroranschlag vor. Das
heißt aber nicht, dass es nicht jederzeit zu einem Attentat kommen
kann. Denn NRW gilt als besonders gefährdet; der Verfassungsschutz
zählt rund 300 gewaltbereite Salafisten, die zu allem bereit zu sein
scheinen. Die Gefahr ist nicht nur abstrakt, wie es von offizieller
Stelle oft heißt. Sie ist real. Allein in den vergangenen Jahren
schrammte NRW gleich dreimal an einem verheerenden Anschlag mit
vermutlich vielen Todesopfern vorbei. Zwei Attentate scheiterten nur,
weil die Sprengsätze wegen Baufehlern nicht detonierten. Die Polizei
ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann ein Anschlag
gelingen wird. Aber soll man deshalb in Angst leben? Nein. Man sollte
jetzt erst recht – überwachte – Großveranstaltungen wie Fußballspiele
und Konzerte besuchen, auf Weihnachtsmärkte gehen. Das Leben
beschützt genießen. Andernfalls hätten die Terroristen erreicht, was
sie mit ihren Anschlägen bezwecken.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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