Rheinische Post: Kommentar / Geprobte Katastrophe = Von Reinhard Kowalewsky

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Der Bericht zum Absturz des Germanwings-Jets
bestätigt, dass es sich um eine gezielt herbeigeführte Katastrophe
handelt. Dabei lässt der Verlauf in einem Detail zwei Deutungen zu:
Vielleicht hat Andreas L. schon auf dem Hinflug von Düsseldorf nach
Barcelona wirklich begonnen, den Absturz zu realisieren – und
schreckte dann doch noch einmal vor dem Desaster zurück. Oder, und
das ist sehr viel wahrscheinlicher: Der Co-Pilot testete das
Einleiten des Sinkfluges auf Bodennähe gezielt auf dem Weg nach
Spanien, bevor er auf dem Rückflug seinen schrecklichen Plan in die
Tat umsetzte. Wie auch immer es tatsächlich war: Es ist richtig, dass
Piloten europäischer Airlines seit der Katastrophe nicht mehr alleine
im Cockpit fliegen dürfen. Denn im Zeitalter der immer perfekteren
Flugzeugtechnik ist der Mensch relativ gesehen das größte
Sicherheitsrisiko im Flugzeug geworden. Und weil Menschen wiederum am
besten von Menschen beeinflusst werden können, ist die
Doppelbesetzung als möglicherweise letzte Sicherheit im Interesse der
Passagiere eine gute Lösung.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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