Rheinische Post: Kommentar / Gesundheit vor Profit = Von Jan Drebes

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Beim Umgang mit dem Pflanzengift Glyphosat ist
Vorsicht geboten. Wer das Mittel im Baumarkt kaufen will, muss sich
von einem Mitarbeiter beraten lassen. Und eine mögliche
Gesundheitsgefährdung ist bisher nur mangelhaft erforscht. Genauso
ist also Vorsicht geboten im Umgang mit „Studien“ zum
Gesundheitsrisiko. Das gilt auch für die von den Grünen in Auftrag
gegebene, extrem kleine Stichprobe unter 16 stillenden Müttern, in
deren Muttermilch hohe Rückstände von Glyphosat nachgewiesen wurden.
Repräsentativ ist das Ergebnis keineswegs. Und es wäre ein denkbar
schlechter Effekt, wenn sich Mütter nun dazu entschließen sollten,
ihrem Baby keine Muttermilch mehr zu geben. Das wäre ebenso falsch,
wie ein sofortiges Glyphosat-Verbot bis zum Ende des Streits um
Gesundheitsrisiken. Weder die ökologischen Folgen wären kalkulierbar,
noch die wirtschaftlichen Schäden für Bauern. Klar muss aber auch
sein: Gesundheit geht vor Profit. Sollte es also eindeutige Beweise
etwa für ein Krebsrisiko durch den Glyphosat-Einsatz geben, gehört
das Mittel auf den Müllhaufen der Geschichte.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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