Rheinische Post: Kommentar / Gleichstellungs-Unfug = Von Thomas Reisener

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Die immer noch zu kleine Gruppe der Frauen in
Führungspositionen belegt: Jahrzehntelang wurden Männer bevorzugt.
Weil die Diskriminierung von Menschen allein aufgrund ihres
Geschlechts unfair ist, muss das korrigiert werden. Aber doch bitte
nicht so plump, wie Rot-Grün sich das jetzt vorstellt: Einfach mal
ein paar Jahre die Männer diskriminieren, und dann haben wir
irgendwann Gleichstand. Man darf ein Unrecht nicht durch ein anderes
ersetzen. Das würde überdies auch für den Steuerzahler ganz schön
teuer. Denn was macht wohl ein Mann Mitte 40, verbeamtet, strebsam
und hoch qualifiziert, wenn ihm für den Rest seiner Karriere
permanent Frauen vor die Nase gesetzt werden und er selbst keine
Chance mehr auf eine Beförderung hat? Sich noch 20 weitere Jahre lang
anstrengen? Eine solche Massen-Frustration von männlichen Top-Beamten
sollte die Landesregierung nicht riskieren. Besser wäre, das
Beurteilungsverfahren zu verfeinern, dass möglichst nur noch
objektive Beförderungsgründe zählen. Das war bislang offensichtlich
nicht der Fall.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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