Rheinische Post: Kommentar / Glücksfall für RWE = Von Antje Höning

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Der RWE-Konzern kann sich glücklich schätzen,
Hildegard Müller für ein Spitzenamt gewonnen zu haben. Die
Düsseldorferin kennt Politik und Energiegeschäft seit Jahren. Sie hat
ihren zerstrittenen Branchenverband geschickt durch politische
Schlachten manövriert. Denn was im Interesse von RWE und Eon war, war
noch lange nicht im Interesse der Stadtwerke. Für alle versuchte sie,
bessere Rahmenbedingungen der Energiewende auszuhandeln, nachdem die
Kanzlerin so überstürzt aus der Atomkraft ausgestiegen war. Aufpassen
muss Müller, dass sie wirklich operativ arbeiten darf und nicht von
RWE-Chef Terium als Einstreicher von Staatshilfe verheizt wird. Der
Staat ist eine feste Planungsgröße im Zukunftskonzept von RWE. Schon
bei der Stilllegung der klimaschädlichen Braunkohle-Kraftwerke hat
die Branche Milliarden herausgeschlagen, die der Stromkunde zahlen
muss. Nun will RWE der Politik Braunkohle und Atomkraft ganz auf den
Hof stellen. Für die plumpe Sozialisierung von Verlusten nach Jahren
der Milliarden-Gewinne dürfte sich Müller zu schade sein.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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