Rheinische Post: Kommentar: Glyphosat-Hysterie

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Im Streit um Glyphosat geben die EU-Staaten
kein gutes Bild ab. Selbstredend müssen sie die Gefahren des
Unkrautmittels sorgsam bewerten. Und selbstredend ist das
Hersteller-Argument „Das nutzen wir seit Jahren“ nicht stichhaltig.
Es wurde auch lange Asbest verbaut, bis klar war, wie krebserregend
der Dämmstoff ist. Eine vergleichbare Gefahr scheint von Glyphosat
nicht auszugehen. Selbst die Weltgesundheitsorganisation stuft das
Mittel nicht mehr als krebserregend ein. Meldungen, wonach Glyphosat
in Bier und Milch steckt, erscheinen in diesem Licht als grüner
Alarmismus. Wieder mal gilt: Die Dosis macht das Gift. Entsprechend
kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung auch zum Schluss, dass
man täglich schon 1000 Liter Bier trinken müsste, um die Grenzwerte
für Glyphosat zu überschreiten. Die Stimmung ist so aufgeheizt, dass
die Staaten sich selbst kurz vor Ende der Zulassung nicht einigen
können, wie es weitergeht. Verantwortungsvolle Politik, die
Wirtschaft und Verbrauchern Planungssicherheit gibt, sieht anders
aus. Dieses Politikversagen, nicht das Herbizid ist das eigentliche
Ärgernis.

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Rheinische Post
Redaktion

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