Rheinische Post: Kommentar: Iran bleibt schwierig

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Der Iran ist keine Demokratie. Er missachtet
die Menschenrechte. Es gibt keine Glaubensfreiheit . Das Land hat
eines der unfairsten und brutalsten Justizsysteme der Welt. Und seine
Führung unterstützt Terrororganisationen, die unter anderem die
Vernichtung Israels predigen. Trotzdem könnte man das Verhalten
westlicher Politiker und Manager so deuten, als sei der Iran nach der
Aufhebung der Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms über
Nacht zu einem Musterstaat mutiert, zu einem privilegierten Partner.
Wie blauäugig. Es spricht nichts dagegen, die wirtschaftlichen und
politischen Beziehungen zum Iran wiederzubeleben. Aber wir dürfen
dabei nicht die Augen davor verschließen, wie problematisch das Land
bleibt. Die konservative Staatsführung um Religionsführer Ali
Chamenei hat dem Atom-Deal nur notgedrungen zugestimmt. Ideologisch
bleibt sie auf einem scharf anti-westlichen Kurs. An einer Öffnung
und Liberalisierung des Landes haben diese Kreise kein Interesse.
Aber sie haben das Sagen, und nicht die Moderaten wie der umschwärmte
Präsident Hassan Rohani.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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