Rheinische Post: Kommentar: Jäger verspielt Vertrauen

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Über den Sinn oder Unsinn eines Einbruchsradars
lässt sich trefflich streiten. Während die einen sagen, dass er dazu
dienen kann, die Zahl solcher Taten zu reduzieren, kritisieren die
anderen, dass so etwas überhaupt nichts bringt. Worüber sich jedoch
nicht streiten lässt, ist die Art und Weise, wie Innenminister Ralf
Jäger (SPD) seine Kreispolizeibehörden über die Einführung dieses
Instruments informiert hat. Nämlich so gut wie gar nicht. Viele
erfuhren erst aus der Presse, dass sie schon ab kommenden Monat einen
Einbruchsradar erstellen sollen. Wie sie das bis dahin
bewerkstelligen sollen, wissen sie nicht genau. Ein Landeskonzept mit
einheitlichen Regelungen fehlt noch. Es ist ein Versäumnis, das eines
so wichtigen Ministeriums nicht würdig ist und auch einfach nicht
passieren darf – vor allem bei einem derart ernsten Thema. Denn die
Panne vermittelt den Eindruck, dass bei den Sicherheitsbehörden die
rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Und so muss man sich auch
nicht wundern, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei
weiter schwindet.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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