Rheinische Post: Kommentar / Keine Furcht vor Apple = Von Reinhard Kowalewsky

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Gut, dass die EU-Kommission nun gegen die
Steuertricks von Apple vorgeht. Bei aller Liebe zum iPhone – es ist
nicht akzeptabel, wenn der am besten verdienende Konzern der Welt auf
sein Europageschäft praktisch keine Gewinnsteuern zahlt. Es ist
skandalös, wenn Erträge mit Tricks in die Steueroase Irland verlagert
werden, während Gewinne der Ländergesellschaften in Deutschland,
Frankreich oder Spanien durch überhöhte interne Verrechnungspreise
heruntermanipuliert werden. Dabei kann die Attacke gegen Apple nur
Teil einer Offensive für fairere Steuerregeln sein. Die EU sollte
durchsetzen, dass bei globalen Konzernen Gewinne annähernd anhand
ihrer lokalen Wertschöpfung verteilt und versteuert werden. Dies
hätte den Effekt, dass Online-Giganten wie Google, Amazon oder
Facebook Einnahmen nicht mehr geschickt von Handelsfirmen in
Steueroasen versteuern lassen, obwohl das Geld in Wahrheit aus den
großen Staaten kommt. Auch Apple müsste dann höhere Steuern zahlen –
vorrangig in Europa, aber auch in den USA, wo ja die Innovationen des
Konzerns herkommen.

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