Rheinische Post: Kommentar / Kommunen müssen Mitarbeiter schützen = Von Christian Schwerdtfeger

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Sie werden bedroht, bespuckt, geschlagen und
eingeschüchtert. Und das in einer kaum vorstellbaren Dimension und
Häufigkeit. Die Berichte der Beschäftigen über die Missstände,
mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und Gewaltausbrüche in den Ämtern
sind schockierend und alarmierend zugleich. Nach der tödlichen
Messerattacke auf die Mitarbeiter des Neusser Jobcenters vor drei
Jahren sollte man doch eigentlich davon ausgehen, dass die Behörden
flächendeckend die Sicherheitsvorkehrungen in ihren Gebäuden
verstärkt hätten. Dem scheint nicht so zu sein – viele machen
offenbar weiter wie zuvor. Damit sich endlich etwas bessert, bedarf
es politischen Drucks. Nur bei Appellen darf es aber nicht bleiben.
Die Landesregierung muss auf die Kommunen, in deren Verantwortung die
meisten Ämter liegen, massiv einwirken und ihnen Gelder
bereitstellen, damit sinnvolle Sicherheitstechnik eingebaut werden
und die Mitarbeiter an Deeskalationskursen teilnehmen können. Das
Grundproblem, die wachsende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft,
kann man damit zwar nicht lösen. Die Beschäftigten könnten dann aber
zumindest etwas sorgenfreier zur Arbeit gehen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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