Rheinische Post: Kommentar / Konjunkturrisiko China = Von Reinhard Kowalewsky

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Die neuen Turbulenzen aus China zeigen, dass
wir Deutschen uns auf einen weiteren Exportboom gerade in Richtung
Asien nicht blind verlassen können: Den größten Börsencrash seit 15
Jahren hat das Reich der Mitte gestern erlebt, viele Millionen
überschuldete Kleinanleger dort haben nun besseres zu tun, als
deutsche Autos zu bestellen. Vielleicht bricht ja das ganze Wachstum
in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ein. Was ist zu tun? Es
bleibt richtig, dass NRW-Konzerne wie Henkel, Post, Thyssen und Co.
in China als bevölkerungsreichstem Land der Welt investieren. Aber es
ist auch gut, dass Henkel und Thyssen wieder zunehmend auf die USA
als wichtigstem Markt setzen. Die zu einseitige China-Euphorie muss
ein Ende haben, eine ausgewogene Strategie ist wichtig. Gleichzeitig
muss unsere Politik auf neues Wachstum in Europa setzen. Es bleibt
richtig, die angeschlagenen Länder Südeuropas zu Wirtschaftsreformen
zu drängen. Aber es ist notwendig, auch stärker in die Bildung, die
Digitalisierung und andere Infrastrukturen zu investieren – und zwar
in ganz Europa.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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