Rheinische Post: Kommentar / Krafts Schweigen = Von Kirsten Bialdiga

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Keine Frage, Petra Hinz hat der SPD großen
Schaden zugefügt. Mit ihrem frei erfundenen Lebenslauf missbraucht
sie das Vertrauen der Wähler und untergräbt die Glaubwürdigkeit ihrer
Partei. Erste Parteiaustritte sind bereits die Folge. Ein Ultimatum,
das ihr der Essener SPD-Vorsitzende und NRW-Justizminister Thomas
Kutschaty setzte, ließ Hinz verstreichen. Erst gestern legte die
Berliner Abgeordnete ihre Parteiämter nieder, nicht aber ihr
Bundestagsmandat. All das neun Monate vor der Landtagswahl.
Verständlich, dass nun einige Genossen toben. Doch sie sollten sich
nicht zu sehr auf Hinz verlegen, es gab offenbar Mitwisser:
Parteifreunde, die schwiegen, um Hinz zum eigenen Vorteil
manipulieren zu können. Es ist nicht das erste Mal, dass die Essener
Sozialdemokraten ihre Partei beschädigen. Vor wenigen Monaten
organisierten sie eine Demo gegen Flüchtlingsheime. Damals sprach
SPD-Landeschefin Hannelore Kraft sehr schnell ein Machtwort. In
Sachen Hinz aber ist bislang von ihr nichts zu hören. Obwohl die
Affäre längst auf die gesamte Partei ausstrahlt.

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