Rheinische Post: Kommentar / Land findet kein Mittel gegen Einbrecher = Von Christian Schwerdtfeger

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Auch wenn der Innenminister von
Nordrhein-Westfalen die Einbruchszahlen aus dem vergangenen Jahr noch
unter Verschluss hält, ist längst durchgesickert, dass es wohl noch
nie so viele Einbrüche in einem Jahr gegeben hat wie 2015. Die
Kriminellen scheinen sich wohlzufühlen in NRW. Die Polizei tut schon
so ziemlich alles in ihrer Macht stehende, um die Delikte zu
verhindern. Dennoch sind die Täter den Fahndern nicht nur einen,
sondern mindestens zwei bis drei Schritte voraus. Und wird mal einer
erwischt, kommt er meist sofort wieder auf freien Fuß. Um nicht ins
Gefängnis zu müssen, reicht es ja schon aus, wenn ein Einbrecher
belegen kann, innerhalb der EU einen festen Wohnsitz zu haben – und
das können die meisten. Auch hapert es nach wie vor an Ausstattung
und ausreichend qualifiziertem Personal bei den Sicherheitsbehörden,
um wirklich etwas bewirken zu können. Die Landesregierung scheint
tatsächlich machtlos zu sein. Jedenfalls hat es der Innenminister in
seiner bald sechsjährigen Amtszeit nicht geschafft, wirksame
Maßnahmen gegen die Einbruchskriminalität zu ergreifen. Es wird sogar
so viel eingebrochen wie nie zuvor. Und eine Besserung scheint nicht
in Sicht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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