Rheinische Post: Kommentar / Laschet bremst die CDU = Von Michael Bröcker

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Anti-Maut-Kampagne, erfolgreicher Widerstand
gegen die Klimaabgabe, eine unsichtbare SPD-Ministerpräsidentin:
NRW-CDU-Chef Armin Laschet hätte mit Rückenwind in den
Landesparteitag gehen können. Hätte. Seine kreative Notenvergabe als
Hochschul-Dozent und die patzige Erklärung haben Laschets ohnehin
unterentwickelten Ruf als fleißiger Arbeiter im Weinberg
Nordrhein-Westfalens geschadet. Diejenigen, die ihn als zu
„leichtgewichtig“ für die Chefrolle im Land empfinden, rufen nun:
„Siehste!“ Wenn über Zensuren statt über die Zukunft NRWs diskutiert
wird, darf sich Laschet nicht wundern. Dabei lohnt der Blick ins
Grundsatzprogramm, die CDU positioniert sich: europäischer als andere
in der Europapolitik, konservativer in der Familienpolitik,
christlicher bei den Prinzipien des Miteinanders. Und sie orientiert
sich konsequent an der Sozialen Marktwirtschaft. Kultur der
Verantwortung. Ausgabendisziplin. Digitale Bildung. Gründergeist.
Solche Begriffe hört man in der Staatskanzlei leider selten. Die CDU
formuliert ein neues Aufstiegsversprechen fürs Land: Mal wieder
Vorreiter sein in der Republik. Kein schlechter Gedanke.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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