Rheinische Post: Kommentar: Laschets Lapsus

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Man muss die Aachener Uni-Affäre von
NRW-Oppositionsführer Armin Laschet nicht zur Staatsaffäre
hochjazzen. Aber man muss Herrn Laschet schon fragen, mit welcher
Ernsthaftigkeit und mit welchem professionellen Verständnis er seine
Tätigkeit als Dozent an der renommierten Universität ausgeführt hat.
Dass Klausuren auf dem Postweg „abhandenkommen“, ist schon
ungewöhnlich und wäre bei einem Postversand per Einschreiben auch zu
vermeiden gewesen. Dass Herr Laschet im Nachhinein aber aus seinen
Notizen heraus Noten an Studierende vergibt, die gar nicht an der
Klausur teilgenommen haben, lässt nur den Schluss zu, dass Laschet
das unangenehme Thema vom Tisch haben wollte, anstatt korrekt und der
Bedeutung angemessen eine erneute Klausur zu stellen. Laschet
bezeichnet das Verfahren nun selbst als „nicht optimal“ und den
Vorgang insgesamt als misslich. Das zeigt immerhin Einsicht. Dennoch
hinterlässt so viel Ungeschicklichkeit Zweifel. Wer das wichtigste
Amt Nordrhein-Westfalens anstrebt, sollte sein Ehrenamt im Griff
haben.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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