Rheinische Post: Kommentar / Leider nur cool = Von Michael Bröcker

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Nach acht Jahren Präsident Obama bleibt das
Gefühl: Der Mann kann alles, nur nicht Politik. Basketball, reden,
singen. Aber politisch gestalten? Zu viel blieb im Ansatz stecken:
das Zuschütten der Kluft zwischen Republikanern und Demokraten, das
Ende von Guantanamo, das Abmildern der Einkommensunterschiede, ein
verschärftes Waffenrecht, Regeln für die Finanzwelt. Was Obama
sonntags mit Pathos ankündigte, blieb montags im Dickicht der
Partikularinteressen hängen. Obama wollte das Land einen. 2009 rief
er: „Yes, we can.“ Heute wissen wir: He couldn–t. Die USA sind
gespaltener als je zuvor. Die Einkommen der reichsten zehn Prozent
explodierten, die der Mittelschicht stagnierten. Und die ärmsten 30
Prozent der Bevölkerung erlebten Einkommensverluste. Die offizielle
Arbeitslosigkeit ging zurück, doch lässt die Statistik jene außen
vor, die gar nicht mehr suchen. Es sind sechs Millionen. Immerhin:
Millionen haben erstmals eine Krankenversicherung. Das bleibt sein
großes Verdienst. Fazit: Barack Obama war der coolste Präsident der
US-Geschichte. Er war aber einer der schlechteren.

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