Rheinische Post: Kommentar / Macht der RWE-Städte = Von Antje Höning

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Man kann sich streiten, ob Städte Eigentümer
von Energiekonzernen sein müssen. Bei RWE sind sie es aus Tradition –
und lange fuhr man gut damit. Die Städte gaben RWE
Konzessionsverträge, eine Lizenz zum Gelddrucken. Der Konzern
lieferte sichere Dividenden ab und manches Pöstchen dazu. Das ist
vorbei, seit Energiewende und eigene Fehler RWE in die Krise
stürzten. Ökonomisch blieb den Städten nichts anderes, als nun das
Dividenden-Aus zu akzeptieren. Verschaukelt fühlen sie sich von der
Art, in der RWE-Chef Terium mit ihnen umspringt. Seit er seine
Vertragsverlängerung in der Tasche hat, nimmt er sie nicht mehr
ernst. Auch die geplante Aufspaltung geht zu ihren Lasten: Den
Kommunen bleiben alle Problemgeschäfte. Teriums Arroganz könnte sich
bitter rächen: Schmerzhafter als ein Denkzettel auf der
Hauptversammlung wäre der Entzug von Konzessionen. Zum Glück für den
Konzern setzten die Städte Rolf Martin Schmitz als neuen RWE-Chef bis
2021 durch. Anstatt auf Bügeleisen-Apps setzt er auf Reform vor Ort.
Bestens – wenn er dabei ohne Staatshilfe auskommt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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