Rheinische Post: Kommentar / Mickrige Förderung = Von Jan Drebes

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Sind 22 Prozent Programmpauschale für die
Hochschulfinanzierung besser als nichts? Ja. Darf aber die Einigung
zwischen Bund und Ländern auf eine Anhebung der Pauschale von 20 auf
22 Prozent als Erfolg verkauft werden? Nein, das würde die Realität
verkennen. Der Zweck der Pauschale verlangt nach größeren Summen:
Erhält ein Wissenschaftler die Förderung der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, gibt der Bund 20 Prozent dazu, um zusätzliche
Kosten, etwa für die Verwaltung eines Forschungsprojektes, zu decken.
Die Pauschale reicht dafür jedoch meist nicht aus. Daran wird die nun
erzwungene Beteiligung der Länder von mickrigen zwei Prozentpunkte
nichts ändern. Vielmehr entsteht der Eindruck heuchelnder
Landespolitiker: Die geben zwar etwas dazu, damit der Bund die
Pauschale nicht streicht. Ernst gemeinte Wissenschaftspolitik aber
sieht anders aus. Die Länder sollten begreifen, dass die Zukunft
deutscher Wettbewerbsfähigkeit auch von der Forschung abhängt – und
sie trotz Schuldenbremse in chronisch unterfinanzierte Hochschulen
investieren müssen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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