Rheinische Post: Kommentar / Midlife-Crisis bei Henkel = Von Reinhard Kowalewsky

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Was ist davon zu halten, wenn mit Kasper
Rorsted einer der erfolgreichsten Chefs eines deutschen Konzerns
geht? Wahrscheinlich ist es gut für alle Beteiligten. Denn es war für
Henkel in den vergangenen Monaten zur Belastung geworden, dass
Rorsted offensichtlich mit neuen Herausforderungen in Süddeutschland
spielte, dass er Wechselgerüchte nur halbherzig dementierte. Er ist
53 Jahre alt, seine Familie lebt seit mehr als zwei Jahren wieder
beim früheren Wohnort München, warum also nicht ganz neu anfangen bei
Adidas in Herzogenaurach? Fast schon als Zeichen seines Wunsches nach
Veränderung trug der Däne ja auch schon länger einen Bart als
einziger Chef eines der 30 Dax-Konzerne in Deutschland. Aber auch
Henkel muss eine Art von Midlife-Crisis überwinden: Seit sieben
Jahren haben die Düsseldorfer keine echte Großakquisition mehr
gewagt. Der neue Vorstandschef Hans Van Bylen kennt den Konzern wie
fast kein anderer. Ihm ist zu wünschen, bei Zukäufen nun klug zu
entscheiden: Henkel sollte schneller wachsen, darf sich aber nicht
verheben.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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