Rheinische Post: Kommentar: Nein zur Sterbehilfe

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Wenn es um Fragen von Leben und Tod geht, rückt
der Bundestag für gewöhnlich zusammen. Die Abgeordneten entscheiden
nach ihrem Gewissen, die meisten Reden sind angemessen und würdevoll.
Um die inzwischen vier Entwürfe zu einer Reform der Sterbehilfe, über
die am Freitag der Bundestag entscheidet, hat aber ein Ränkespiel
eingesetzt. In dem geht es nicht um die beste Lösung, sondern um die
Verhinderung eines Entwurfs, der klare Regeln zur Sterbehilfe
festsetzt, der organisierte Selbsttötung verhindert. Nach den
Euthanasieprogrammen der Nazis ist der deutsche Gesetzgeber zu recht
vorsichtig bei jeder Liberalisierung der Sterbehilfe. Ja, es gibt
Fälle, in denen ein Arzt nicht bestraft werden darf, wenn er
Sterbenskranken das Leben verkürzt. Die nennt der Entwurf, der nach
jetzigem Stand die besten Chancen hat. Aber es handelt sich um
Ausnahmen. Dass die Gegner dieser Regelung lieber die heutigen
Grauzonen beibehalten wollen, nur um diesen Entwurf zu verhindern,
entlarvt ihr Anliegen. Es muss beim grundsätzlichen Nein zur
Sterbehilfe bleiben.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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