Rheinische Post: Kommentar / Niemand hat die Absicht, Kliniken zu schließen = Von Eva Quadbeck

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Wenn man die Krankenhausreform mit dem Prozess
des Heilens einer Krankheit vergleicht, ergibt sich folgendes Bild:
Zur Kliniklandschaft konnte eine eindeutige Diagnose gestellt werden.
Demnach gibt es zu viele kleine Häuser, die oft nicht effizient
arbeiten können. Zudem behandeln die Kliniken auffällig viele Fälle,
die sich wirtschaftlich lohnen, was aber nicht immer zum Besten der
Patienten ist. Doch anstatt die Symptome direkt zu behandeln,
schraubt die Gesundheitspolitik an etlichen Stellen herum, damit sich
die ganze Chose in die richtige Richtung bewegen möge. Der Grund
dafür ist, dass sich kein Politiker auf den Marktplatz stellen und
eine Krankenhausschließung verteidigen möchte. Daher werden die
Mechanismen so ausgeklügelt, dass am Ende „das System“ für die
Schließung von Kliniken verantwortlich sein wird. Zurück zum
Vergleich mit dem Heilungsprozess: Die Krankenhauslandschaft wird auf
die Art therapiert, als würde ein Arzt einem Patienten etliche Mittel
und Gegenmittel verabreichen, um den Körper zu überlisten, seine
Krankheit loszuwerden. Wie erfolgreich eine solche Methode wohl ist
und wie viele Nebenwirkungen sie hat, wird die Klinikreform zeigen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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