Rheinische Post: Kommentar / Peinlich für Vonovia = Von Thomas Reisener

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Vonovia-Chef Rolf Buch ist mit seinem Versuch,
den zweitgrößten deutschen Immobilienkonzern Deutsche Wohnen zu
schlucken, furios gescheitert. Die Aktionäre des Berliner
Wettbewerbers haben dem Dax-Riesen nicht einmal ein Drittel ihrer
Anteilsscheine angeboten. Das ist ein klares Misstrauensvotum gegen
den deutschen Branchenprimus aus NRW. Mit 14 Milliarden Euro wäre die
Fusion einer der größten Deals der deutschen Börsengeschichte
geworden. Bei solchen Dimensionen sollte selbst das Platzen eines
Plans noch Folgen haben. In diesem Fall ist das aber nicht so: Für
Vonovia, die Deutsche Wohnen und auch für die Mieter ändert sich
nichts. Diese fast gespenstische Folgenlosigkeit ist eigentlich ein
gutes Zeichen. Sie zeigt, dass der Gesetzgeber den deutschen
Immobilienmarkt in ein strenges Regelwerk gebettet hat, das so
schnell nichts erschüttert. Die strengen Eigentums- und
Mietrechtsregeln machen den deutschen Immobilienmarkt vielleicht
etwas weniger flexibel. Aber sie sorgen auch für Verlässlichkeit. Das
ist gut für Mieter und für Investoren.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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