Rheinische Post: Kommentar / Problemkonzern VW = Von Reinhard Kowalewsky

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Für den neuen VW-Chef Matthias Müller kann es
nur eine kleine Erleichterung sein, dass der Konzern im ersten
Halbjahr wieder mehr Autos als Toyota verkaufte: Die Dieselaffäre
belastet Image und Gewinne weiter – noch gestern kündigte ein
US-Pensionsfonds eine neue Klage an. In den USA, dem mit China
wichtigsten Automarkt der Welt, bleibt VW schwach aufgestellt. Da ist
es nur ein kleiner Trost, dass billiges Geld in Europa die Kauflust
der Bürger ankurbelt. Die zu niedrigen Gewinne beim Kerngeschäft
unter der Marke VW sind bedrückend. Folge: Der Konzern ist an der
Börse nur 65 Milliarden Euro wert, Toyota kommt auf 170 Milliarden
Euro bei etwas niedrigerer Verkaufszahl. Was muss passieren? Die
Mitarbeiter müssen weitere Einschnitte hinnehmen: In nur wenigen
Konzernen Deutschlands wird besser bezahlt als beim halbstaatlichen
Konzern aus Wolfsburg, das ist riskant. Das gesparte Geld muss
uneingeschränkt in die Entwicklung elektrischer Autos und digitaler
Mobilität investiert werden. Nur so kann einer der wichtigsten
Pfeiler von Deutschlands Wirtschaft wieder erstarken.

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Rheinische Post
Redaktion

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