Rheinische Post: Kommentar / Riesen-Zeltstadt birgt Konfliktpotenzial = Von Martina Stöcker

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Die Ferien neigen sich dem Ende zu, und viele
Menschen haben einen gemütlichen Urlaub im Zelt erlebt. Was Camper,
die normalerweise mit einem festen Dach über dem Kopf leben, als
wohltuende Auszeit vom Standard empfinden, wird für Tausende
Flüchtlinge in NRW bald unangenehmer Alltag. Das Land wird Zeltstädte
für jeweils bis zu 1000 Flüchtlinge einrichten, in denen diese direkt
nach ihrer Ankunft registriert und ärztlich untersucht werden. Erst
Wochen später werden sie den Kommunen zugewiesen. Tage und Nächte in
einem klimatisierten Zelt sind sicher nicht schlimmer als das, was
die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Deutschland erlebt haben. Doch die
Dimension sorgt für ein ungutes Gefühl. Erstaufnahmeeinrichtungen wie
die in Dortmund sind bislang auf 350 Menschen ausgelegt. Natürlich
muss man sich für den wachsenden Zustrom wappnen, aber das
Zusammenleben von 1000 Menschen an einer Stelle – mit noch weniger
Privatsphäre als in einer Unterkunft aus Stein (selbst wenn diese
überfüllt ist), mit Enge, Lärm und keiner richtigen Tür, die sich
schließen lässt – wird für Konflikte sorgen. Die Sicherheit muss
immer an erster Stelle stehen, erst recht nach den jüngsten Meldungen
zu Auseinandersetzungen in Flüchtlingsheimen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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