Rheinische Post: Kommentar / Rote Karte für Rassisten = Von Gianni Costa

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Im Fußball gibt es klare Spielregeln, die auch
konsequent durchgesetzt werden. Wenn also ein Spieler sein Trikot
beim Torjubel auszieht, wird er mit einer Gelben Karte bestraft. Für
Fans, die im Stadion Pyrotechnik abbrennen, müssen Vereine harte
Strafen fürchten. Beim Rassismus allerdings sieht die Sache anders
aus. Da wird zwar immer wieder eifrig von den internationalen
Verbänden betont, man toleriere Anfeindungen nicht. Das Bemühen,
derartiges Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen, wirkt aber
hilflos. Und so sind Homophobie und das Pöbeln gegen Minderheiten in
vielen Fankurven Europas verbreitet.

Die Uefa beschränkt sich darauf, Spieler vor Partien „Nein zu
Rassismus“ aufsagen zu lassen. Die Show wird dann lieber aber nicht
unterbrochen, wenn mal wieder Affenlaute von den Tribünen schallen.
Darauf kann es nur eine Antwort geben: Spielabbruch, Suspendierungen,
Geisterspiele. Möglich ist das alles, umgesetzt wird es fast nie. Der
Fußball muss sich wehren, damit seine Bühne nicht länger vom rechten
Pöbel missbraucht wird.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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