Rheinische Post: Kommentar / Schlacht um Mossul = Von Gregor Mayntz

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Die Rückeroberung der Millionenstadt Mossul
wird für die Bewohner selbst von größter Bedeutung, wenn sie nicht
mehr unter der Schreckensherrschaft der Terrormiliz Islamischer Staat
leiden müssen. Wenn der voraussichtlich schwere, lange und blutige
Kampf mit einem Erfolg der irakischen Truppen endet, werden sowohl
Bagdad als auch die Anti-IS-Koalition feiern. Die letzte große
Metropole dem Kalifat des Terrors entrissen zu haben, wäre ein
großartiger Fortschritt in einer Welt, die in Nationalstaaten und
Grenzen denkt. Der IS tut es indes nicht, und insofern müssen die
Erwartungen auf eine friedlichere und menschlichere Zukunft nach
einem IS-Rückzug von vorneherein relativiert werden. Ja, es ist gut,
wenn der IS nicht mehr über sprudelnde Ölquellen und eine staatliche
Infrastruktur verfügt. Aber nein, damit wird das Problem nicht
beseitigt sein. Es gibt viele gescheiterte Staaten, ungeordnete
Regionen und islamistisch dominierte Viertel, in denen der IS
genügend Rückzugs- und Rekrutierungsräume findet, um auch nach Mossul
die Welt in Atem zu halten.

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