Rheinische Post: Kommentar: Schnelle Entscheidung für Flüchtlinge

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In diesem Jahr werden so viele Flüchtlinge nach
Deutschland kommen wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Bund und
Länder stellt dies vor die Herausforderung, den Andrang so effizient
wie möglich zu bewältigen. Daher müssen Asylbewerber, die in der
Regel nicht bleiben dürfen, wie jene aus dem Kosovo, schnell zur
Ausreise bewegt werden. Während Flüchtlinge, die wahrscheinlich Jahre
bleibe dürfen, wie jene aus Syrien, rasch anerkannt werden sollten.
Nur dann können sie Sprachkurse belegen, sich weiter qualifizieren
und bald für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen. Bund und Länder
haben diese Notwendigkeit erkannt und diskutieren zum Glück sehr
differenziert, wie alle Berechtigten aufgenommen werden können, ohne
dass sich die Bevölkerung vom Zustrom überfordert fühlt. Bislang ist
die Stimmung gegenüber den Ankömmlingen immer noch gut. Für Länder
und Kommunen ist die Lage in Wahrheit aber bereits heute äußerst
angespannt. Sie ächzen unter den Kosten für die Versorgung der
Flüchtlinge. Um sie zu entlasten, wird der Bund wieder tief in die
Tasche greifen müssen, beispielsweise bei der Gesundheitsversorgung,
bei der Betreuung Minderjähriger und bei den Sprachkursen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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