Rheinische Post: Kommentar: Schwarze Gastro-Schafe

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Das Ergebnis der Stichprobe in der Gastronomie
muss einem Arbeitsrechtler regelrecht auf den Magen schlagen: In NRW
werden nahezu alle gesetzlichen Schutzvorkehrungen für die
Bediensteten – in erster Linie Kellner und Küchenpersonal –
missachtet. Mögen zuweilen die Arbeitnehmer nicht mit offenen Karten
spielen, indem sie ihren Zweitjob verheimlichen – in aller Regel sind
es die Kneipen- und Restaurantbesitzer, die das Personal übel
ausbeuten. Deshalb ist es richtig, ihnen auf die Finger und in ihre
Bücher zu schauen. Man mag einwenden, dass eine Stichprobe bei nur
146 von landesweit insgesamt 44.000 gastronomischen Betrieben völlig
unzureichend ist. Doch ist wirklich zu erwarten, dass die Ergebnisse
günstiger ausfielen, wenn die Zahl größer wäre? Wichtiger ist, dass
der Zoll (zuständig bei Verdacht auf Schwarzarbeit und Verstößen
gegen den Mindestlohn) und das Arbeitsministerium, das über die
Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes wacht, weiter Hand in Hand den
Schwarzen Schafen in der Gastronomie und in anderen Branchen auf die
Pelle rücken. Weiter so!

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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