Rheinische Post: Kommentar / Sicher ohne Grenzen = Von Horst Thoren

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Bayern igelt sich ein, Deutschland soll folgen.
Um Kriminelle abzufangen, kontrolliert der Freistaat seine
Grenzregionen wieder systematisch. Die Polizei ist angewiesen, auch
ohne Verdacht Autos zu stoppen und Insassen zu überprüfen. Weil die
sogenannte Schleierfahndung zum G7-Alpen-Gipfel beste Erfolge
brachte, soll sie jetzt überall zur Anwendung kommen. Zwar nicht
generell, aber bedarfsweise. Alle Länder können Fahnder mit
Sonderrecht auf die Pirsch schicken, müssen es aber nicht. Die Angst
vor Kriminellen, die Sorge vor Schleusern und illegalen Zuwanderern
bestimmt nicht nur in Bayern die politische Debatte. Die freie Grenze
zu den Niederlanden, attraktiv auch für Dealer und Waffenschieber,
bringt das Thema nach NRW. Schleierfahndung könnte hier abschreckend
wirken. Kriminelle dürfen nicht mehr darauf vertrauen können,
ungehindert ins Land zu kommen. NRW muss handeln und gleichzeitig
Augenmaß bewahren. Das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis darf nicht
dazu führen, neue Schlagbäume zu errichten. Europa braucht Sicherheit
und offene Grenzen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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