Rheinische Post: Kommentar / Sicherheit geht vor = Von Detlev Hüwel

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Der Unfall, der sich am Wochenende im
sauerländischen Marsberg ereignete, ist überaus tragisch. Was eine
fröhliche Feier in bewährter Schützen-Tradition hätte werden sollen,
endete gleich zum Auftakt jäh auf blutige Weise. Kanonenteile töteten
einen Menschen, den Schützenkönig. Die Gemeinde steht unter Schock.
Der traurige Vorgang wirft eine Reihe von Fragen auf: Sind die
Kanonen falsch bedient worden? Hatte der Kanonier ausreichend
Erfahrung? Oder waren die Geräte defekt? Sind sie vor dem Einsatz
überprüft worden, und wurden die vorgeschriebenen Wartungsintervalle
eingehalten? Solange diese Fragen ungeklärt sind, verbieten sich
voreilige Schlüsse. Natürlich darf auch in Zukunft weiter „geböllert“
werden. Vermutlich wird aber ein mulmiges Gefühl bleiben. Die
Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass die
Sicherheitsbestimmungen peinlich genau eingehalten werden. Und das
bedeutet, dass ab sofort Kanonier und Kanone verschärft kontrolliert
werden müssen, bevor der erste Schuss losgeht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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