Rheinische Post: Kommentar: Steuervorteil Lachen

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Karnevalisten sollen weniger Steuern zahlen und
mehr Rente bekommen. Schon wieder ein Witz auf unsere Kosten? Doch
bei dieser närrischen Forderung hört der Spaß auf. Oder? In den
Genuss von Steuervorteilen kommen bereits Übungsleiter im Sport und
in der Jugendarbeit. Ehrenamtlicher Einsatz sichert so manche
Initiative, die Menschen in Not Hilfestellung gibt, die Betreuung von
Kindern und Senioren sicherstellt, Traditionen pflegt und
Heimatgefühl vermittelt. Aber: Das freundliche Prost an der Theke
reicht sicher nicht aus, um als gemeinschaftsbildend anerkannt zu
werden. Wer auf öffentliche Anerkennung setzt, braucht mehr als eine
rote Pappnase. Er muss Einsatz beweisen – besonders für Menschen am
Rande, nicht zuletzt für Einsame, denen das Lachen vergangen ist.
Solidarität mit den Benachteiligten kann sich selbst beim
Karnevalszug zeigen, wenn Migranten in den Arm genommen werden und
ihre Kinder nach Kamelle greifen. Dabei geht es den Aktiven bestimmt
nicht um Steuervorteile und Rentenpunkte, wohl aber um die verdiente
Wertschätzung.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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