Rheinische Post: Kommentar / Teure Gesundheit = Von Eva Quadbeck

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Die Aussicht auf die steigenden Ausgaben im
Gesundheitswesen ist erschreckend. Wenn es nicht endlich gelingt, die
Kostenbremse anzuziehen, werden die Belastungen für die Versicherten
schon in zehn Jahren ähnlich hoch steigen, wie sie bei der Rente
liegen.

Die Krankenhausreform muss man als eine Art Lackmustest sehen, ob
das Gesundheitssystem in der Lage ist, auf kluge Weise Kosten im Zaum
zu halten. Bislang funktionierte Sparpolitik im Gesundheitswesen
immer nach dem Prinzip „deckeln, dämpfen, streichen“ – mit der Folge,
dass die Akteure eben kreative Lösungen fanden, ihre Einnahmen auf
anderem Weg zu erzielen.

Die Reform der Kliniken verfolgt den Ansatz, Operationen und
Behandlungen nach ihrer Qualität zu bezahlen. Teil der neuen Qualität
soll auch sein, dass überflüssige Operationen unterbleiben. In der
Theorie ist dieser Ansatz sehr gut. Ob er in der Praxis funktioniert,
dafür muss der Beweis erst noch erbracht werden. Bislang stehen im
neuen Gesetz nur neue Ausgaben. Das Einsparpotenzial ist nicht
beziffert.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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