Rheinische Post: Kommentar / Trostlose Opelaner = Von Thomas Reisener

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Die dürftige Jahresbilanz der Bochumer
Opel-Transfergesellschaft war absehbar. Mit 2600 „Klienten“ war sie
von Anfang an überfordert. So viele Jobsuchende auf einmal musste in
der gesamten deutschen Wirtschaftsgeschichte kaum je eine
Transfergesellschaft verdauen. Und dann auch noch ausgerechnet in
einer Region, in der die Industrie als natürlicher
Anschluss-Arbeitgeber für die Ex-Opelaner schon seit Jahrzehnten
besonders stark schrumpft. Nach dem Zechensterben gingen viele große
Brauereien unter. Dann schrumpfte die Stahlindustrie. Den
Autozulieferern und Maschinenbauern geht es zwar gut. Sie stemmen ihr
Wachstum aber zunehmend mit Leiharbeitern und Fremdvergaben ins
Ausland. Wo also sollen da plötzlich die Opelaner hin? Für das
Job-Desaster von Bochum gibt es keinen Schuldigen. Sie sind das
traurige Ergebnis eines Strukturwandels, von dem andere Branchen wie
etwa die Gesundheitsdienstleister profitieren. Aber das hilft den
Opelanern nicht. Die traurige Wahrheit ist: Viele von ihnen werden
auf der Strecke bleiben.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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