Rheinische Post: Kommentar /Überfälle auf Senioren sind abscheulich = Von Christian Schwerdtfeger

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Wehrlose Senioren in ihren eigenen vier Wänden
zu überfallen, gehört zu den perfidesten Verbrechen überhaupt. Dass
es den Kriminellen nicht mehr ausreicht, „nur“ einzubrechen, wenn
niemand zu Hause ist, ist eine schockierende Entwicklung. Das habe es
früher in der Form nicht gegeben, hört man in diesem Zusammenhang
oft. Mehr als eine Stammtischparole? Ja! Der Blick auf die
Kriminalitätsentwicklung der vergangenen 20 Jahre zeigt eindeutig,
dass es diese Art der Raubüberfälle damals in der Dimension wie heute
nicht gegeben hat. Viele machen die Öffnung der europäischen Grenzen
für die steigende Kriminalität verantwortlich. Und tatsächlich
handelt es sich nach Angaben der Polizei bei den Tätern meist um
organisierte Banden aus Osteuropa. Sie reisen für ihre Raubzüge
gezielt und ungehindert ins Land. Auf den Fluren der Polizeipräsidien
ist es längst ein offenes Geheimnis, dass man diesen Kriminellen
machtlos gegenübersteht. Und schon werden die Rufe nach harten
Grenzkontrollen lauter. Ein fataler Irrweg. Um die Kriminalität
einzudämmen, muss vielmehr die Armut in den Herkunftsländern der
Täter bekämpft werden. Nur das würde langfristig für mehr Sicherheit
sorgen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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