Rheinische Post: Kommentar / Unterrichtsausfall kann besser erfasst werden = Von Detlev Hüwel

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Unterrichtsausfall in NRW ist ein leidiges
Dauerthema, das auch in dem bald beginnenden neuen Schuljahr die
Gemüter erhitzen wird. Viele Eltern, aber auch Lehrer trauen den
offiziellen Angaben nicht, wonach landesweit nur 1,7 Prozent des
Unterrichts ausfallen. Diese Zahl wurde durch Stichproben und
Fragebögen ermittelt – eine veraltete Methode. Hunderte von Schulen
in NRW verfügen bereits über eine Computer-Software, mit der die
ausgefallenen Stunden aktuell erfasst werden können. Mit zusätzlichen
Programmen (und klaren Definitionen) könnte der Unterrichtsausfall
auch landesweit ermittelt werden. Diese Programme kosten allerdings
eine Menge Geld. Die NRW-CDU will den Unterrichtsausfall 2017 zum
Wahlkampfthema machen und im Fall eines Wahlsieges die Schulen
verpflichten, die entsprechenden Daten elektronisch zu erfassen. Dann
allerdings muss die Union den Schulen auch finanzielle Hilfestellung
geben und sagen, woher das Geld kommen soll. Exakte Zahlen würden
zwar die Spekulationen um das Ausmaß des Unterrichtsausfalls beenden,
nicht aber das Problem lösen. Hier hilft nur eine ausreichende
Stellenreserve an den Schulen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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