Rheinische Post: Kommentar / Urlaub als Widerstand = Von Matthias Beermann

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Nach dem Anschlag von Istanbul werden viele
Touristen die Türkei meiden, wer könnte es ihnen auch verdenken? Dem
Land droht jetzt, was schon anderen beliebten Ferienzielen nach
Terrorattentaten widerfahren ist: Ägypten, Tunesien, Marokko –
überall brachen die Besucherzahlen ein. Aber in Wirklichkeit gibt es
Sicherheit vor dem Terror nirgendwo auf der Welt. Auch viel besuchte
Metropolen wie New York, Paris, London oder Madrid sind schon zum
Schauplatz islamistischer Angriffe geworden. Und niemand kann sicher
sein, dass es nicht schon morgen Berlin, München oder Köln trifft.
Damit werden diese Anschläge nicht nur zu einer Herausforderung für
die Länder, in denen sie verübt werden, sondern für uns alle. Denn
mit ihren Angriffen auf touristische Ziele verüben die Terroristen
auch einen Anschlag auf unsere Freiheit, unbeschwert zu reisen, wohin
wir wollen. Auf unsere Neugierde an der Welt, auf unsere Freude an
Begegnungen mit anderen Menschen. Es mag komisch klingen, aber so
gesehen ist auch Urlaub ein Akt des Widerstands gegen die Ideologie
der Extremisten.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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