Rheinische Post: Kommentar / Ursachen der Flucht = Von Eva Quadbeck

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Einer der meist gesprochenen Sätze in der
Flüchtlingskrise ist der, dass man die Fluchtursachen bekämpfen
müsse. Richtig. Dieser Satz darf keine hohle Floskel sein. Denn die
Hilfe für Menschen, die unter unwürdigen oder lebensgefährlichen
Bedingungen leben, ist tatsächlich die humanitärste Art, die
weltweite Flüchtlingsbewegung zu beruhigen. Es ist aber eine
Mammut-Aufgabe – groß, teuer, vielfältig. Finanzminister Schäuble
bezeichnete den Strom der Flüchtlinge, die sich in den vergangenen
Monaten nach Europa aufgemacht haben, treffend als unser „Rendezvous
mit der Globalisierung“. Natürlich verfügen auch die Menschen in den
ärmsten Regionen dieser Welt über moderne Kommunikationsmittel. Sie
wissen, wo die Lebensqualität besser ist als ihre. Deren Erkenntnis
zwingt uns zum Handeln. Afrika wird bis 2050 seine Bevölkerung
verdoppeln. Wenn die Bewohner der Nordhalbkugel diesem Kontinent
nicht helfen, Lebensperspektiven für seine Bevölkerung zu schaffen,
haben wir den schlimmsten Teil der Flüchtlingskrise noch nicht
erlebt.

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Rheinische Post
Redaktion

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