Rheinische Post: Kommentar / Vereine sind gefordert = Von Christian Schwerdtfeger

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Fußball ist bekanntlich die schönste Nebensache
der Welt. Doch wenn Familien bei Stadionbesuchen fürchten müssen,
Opfer von Gewalttaten zu werden und deswegen lieber zu Hause bleiben,
wird aus der schönsten Nebensache schnell ein Alptraum. Wenn selbst
der Essener Polizeipräsident zugibt, dass er nicht mehr wie früher
sorglos ins Stadion gehen kann, muss etwas gewaltig schief laufen in
der Welt des Fußballs.

Dabei haben die meisten Vereine junge Familien längst als
zahlungskräftige Zielgruppe ausgemacht. Mit entsprechenden Angeboten
werden sie in die Arenen gelockt. Für deren Sicherheit verantwortlich
sehen sich die Klubs aber meist nur innerhalb der Stadien – was
außerhalb passiert, scheint nicht sehr zu interessieren. Doch gerade
dort besteht die größte Gefahr, unvermittelt zwischen die Fronten
rivalisierender Hooligan-Gruppen zu geraten. Die Polizei allein kann
das Problem nicht lösen. Die Vereine sind in der Pflicht. Sie müssen
endlich die gewaltbereiten Chaoten von ihren Stadien fernhalten und
aus ihren Klubs ausschließen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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