Rheinische Post: Kommentar / Vergessene Opelaner = Von Kirsten Bialdiga

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Als Opel im Dezember 2014 das Aus für sein
Traditionswerk in Bochum verkündete, konnten sich die Beschäftigten
über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beklagen. Wochenlang dominierten
die Entscheidung und ihre Folgen die Wirtschaftsnachrichten. Zwei
Jahre später sind die Opelaner so gut wie vergessen. Offenbar
vertrauten viele ganz einfach darauf, dass angesichts der großen
Aufmerksamkeit schon alles dafür getan werde, den Beschäftigten neue
Jobs zu vermitteln. Dieses Vertrauen war nicht gerechtfertigt. Zwar
wurde für zwei Jahre eine Transfergesellschaft eingerichtet und noch
dazu üppig dotiert. Doch bei der Auswahl und Kontrolle der
Organisation, die als Jobvermittler fungieren sollte, ließen Opel und
die IG Metall offenkundig Sorgfalt vermissen. Sie starteten keinen
breiten Auswahlprozess, sondern entschieden sich kurzerhand für den
TÜV Nord. Dass der bei der Vermittlung der Opelaner weit unter den
Erwartungen blieb, zeichnete sich bereits nach einem Jahr ab. Dennoch
ließen die Beteiligten den Dingen ihren Lauf. Ebenso wie die
Landesregierung.

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Rheinische Post
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