Rheinische Post: Kommentar / Verkehrskollaps mit Ansage = Von Martin Kessler

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Das Trauerspiel um die Autobahnbrücke A 1 bei
Leverkusen ist symptomatisch für den Zustand der Verkehrsplanung,
nicht zuletzt für die Politik insgesamt. Es fängt damit an, dass Bund
und Land der Infrastruktur über Jahrzehnte kaum Beachtung schenkten.
Marode Straßen und Brücken zu sanieren, kostet viel Geld und bringt
wenig Stimmen. Die notwendigen Investitionen wurden viel zu lange
aufgeschoben. Zum zweiten gibt es in den Haushalten von Bund und Land
keinen Zwang zu Abschreibungen für zentrale
Infrastruktureinrichtungen. Das hätte Politiker davon abgehalten, das
für die Sanierung notwendige Geld in andere, gefälligere Projekte zu
stecken. An der Autobahnbrücke A 1 sind nun die Folgen zu
besichtigen. Die Brücke hat längst ihr Haltbarkeitsdatum
überschritten, und die Polizei kann noch nicht einmal verhindern, das
Lkw verbotenerweise das marode Bauwerk überqueren. Nun drohen
Totalsperrung und Verkehrskollaps. Zehntausende von Fahrzeugen nutzen
die Brücke, darunter viele Pendler, die zu den Ford-Werken und zum
Chemiepark Leverkusen wollen. Eine Alternative gibt es nicht. Aber
künftig sollte man daraus die Lehre ziehen, wichtige Verkehrswege
besser zu pflegen.

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Rheinische Post
Redaktion

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