Rheinische Post: Kommentar: Verspätung als Spätfolge

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Die Bahninfrastruktur in Deutschland ist in
einem desolaten Zustand. Hartmut Mehdorn hat in seinem Bestreben, die
Bahn an die Börse zu bringen, Einsparungen vorangetrieben und einen
Investitionsstau verursacht – zum Nachteil von Gleisen, Weichen und
Stellwerken. Gottlob hat die Politik eingesehen, welch großen Schaden
dieser Kurs angerichtet hat. Der Bund steuert finanziell gegen. Für
die Kunden bedeutet dies, dass sie in den kommenden Jahren mit
massiven Beeinträchtigungen durch Baustellen rechnen müssen.
Verspätung als Spätfolge eines verfehlten Managements. Das trifft
nicht nur die Bahn selbst, sondern auch die privaten
Eisenbahnunternehmen. Und es trifft diese in doppelter Hinsicht, wenn
die DB Nahverkehrszüge mit Tausenden Pendlern anhalten lässt, um
ihren eigenen Fernzügen Vorfahrt zu geben. Einige profitieren auf
Kosten vieler. Die Forderung des VRR, von dieser Praxis abzulassen,
ist richtig. Allein: Angesichts der ambitionierten
Pünktlichkeitsziele des DB-Fernverkehrs wird es wohl ein unerfüllter
Wunsch bleiben.

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