Rheinische Post: Kommentar: Videoschutz der Bürger

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Die Blockade der Landesregierung gegen den
Einsatz von sogenannten Bodycams ist fast schon weltfremd: Natürlich
wäre es schädlich und unsinnig, wenn Polizisten nun rund um die Uhr
alle Bürger auf den Straßen filmen – das würde Vertrauen kosten. Wir
wollen keinen Überwachungsstaat. Doch sollten Polizisten die
Möglichkeit haben, zu bestimmten Einsätzen die kleinen
Schulterkameras mitzunehmen und zeitweise demonstrativ einzuschalten
– Schläger oder Randalierer werden so vielleicht abgeschreckt. Und
wenn nicht, kann man sie besser überführen. Gut so. Die Ablehnung von
Bodycams ist erst recht erstaunlich, wenn man sieht, dass die
Video-Überwachung auf öffentlichen Plätzen ausgebaut wird. Rückt
Bereitschaftspolizei an, sind Beweisteams mit großen Videokameras
meist dabei. Warum nicht bei kleinen Einsätzen wenigstens eine kleine
Kamera? Richtig ist, dass die Übergriffe in Köln durch die neue
Technik wohl nicht verhindert worden wären. Aber polizeiliche
Aufnahmen des Geschehens würden nun helfen, Straftäter zu finden und
zu überführen

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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