Rheinische Post: Kommentar von Birgit Marschall: Weselsky triumphiert

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Punktsieg für Pendler-Schreck Weselsky: Seine
kleine Lokführergewerkschaft soll eigenständige Tarifverträge für
alle bei ihr organisierten Berufsgruppen erhalten. Damit kann
Weselsky beruhigt das neue Tarifeinheitsgesetz abwarten: Es betrifft
ihn nicht mehr. Zumindest nicht während der Laufzeit der
Tarifverträge, die er aushandeln darf. Die Bahn will unterschiedliche
Arbeitsbedingungen für dieselbe Berufsgruppe im Konzern zwar
vermeiden. Die GDL wird daher keine besseren Verträge erpressen
können als die Konkurrenten von der größeren EVG. Doch darauf kam es
gar nicht an. Es ging Weselsky einzig darum, die Grundlage für
künftiges Wachstum seiner kleinen Kampftruppe zu schaffen. Der
zehnmonatige Konflikt macht auch deutlich, wie überfällig das Gesetz
zur Wiederherstellung der 2010 gekippten Tarifeinheit ist. Das
Mehrheitsprinzip, das die Koalition heute beschließt, ist sicher
keine perfekte Lösung. Es schränkt indirekt das Streikrecht der
Spartengewerkschaften ein, da kann die Koalition noch so energisch
das Gegenteil behaupten. Doch eine bessere Lösung ließ sich nicht
finden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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