Rheinische Post: Kommentar / VW half sich selbst = Von Birgit Marschall

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Es ist vor allem für VW gut, dass der Konzern
und seine Zulieferer eine weitere Eskalation ihres Konflikts
vermieden haben. Das VW-Image ist wegen des Dieselskandals ohnehin
schon ramponiert. Das macht sich in rückläufigen Verkaufszahlen in
manchen Regionen bereits bemerkbar. Auf starken Absatz ist VW aber
dringend angewiesen. Denn neue Schadenersatz-Klagen in den USA und
zunehmend auch von deutschen Kunden könnten VW in ernsthafte
Schwierigkeiten bringen.

Vor diesem Hintergrund war der kompromisslose Kurs des
VW-Managements im Machtkampf mit den Zulieferern riskant und
möglicherweise verantwortungslos. Unangenehm wurde für VW auch die
politische Diskussion. Es kam nicht gut an, dass der Konzern einen
geschäftlichen Konflikt auf dem Rücken der Beitragszahler austragen
wollte, die das Kurzarbeitergeld für 28.000 Arbeiter finanzieren
sollten. VW wird nun auch seine Produktionsstrategie überdenken
müssen. Sich bei wichtigen Getriebeteilen von nur einem einzigen
Zulieferer abhängig zu machen, ist keine vernünftige Strategie.

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