Rheinische Post: Kommentar: VW muss seine Probleme selbst lösen

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Kurzarbeit klingt nach Krise, klingt nach den
Jahren 2008/2009, als die Milliarden-Zockerei der Großbanken die
Weltwirtschaft an den Abgrund führte. Das Kurzarbeitergeld half
damals, Massenentlassungen zu verhindern. Der Dank war ein
wirtschaftlicher Aufschwung, von dem das Land bis heute profitiert.
Insofern ist das Instrument sehr sinnvoll, wenn Unternehmen in einer
existenzbedrohenden Krise stecken. So wie VW momentan – und doch
liegt der Fall hier anders. Denn die Krise bei VW wurde nicht von
weltweiten Verwerfungen ausgelöst, hat keine konjunkturellen Gründe.
Stattdessen geht es, ganz banal, um den Streit mit einem
Geschäftspartner. Sowas soll vorkommen, sollte aber nicht mit
Beitragsgeld der Allgemeinheit finanziert werden. Natürlich müssen
die Beschäftigten geschützt werden, natürlich sollten auch
Großkonzernen in einem solchen Fall bei berechtigten Gründen die
staatlichen Instrumente zur Verfügung stehen. Doch die eigentliche
Frage ist, ob ein Konzern, der erst einen weltweiten Abgasskandal
verursacht, seinen Vorständen aber anschließend mehr als 60 Millionen
Euro an Boni bewilligt, den Streit mit einem Zulieferer, bei dem
„nur“ um 58 Millionen Euro geht, nicht selbst lösen können sollte.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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