Rheinische Post: Kunstfehler vermeiden

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Die jährlichen Statistiken zu Kunstfehlern
sollten kein Anlass zur allgemeinen Stimmungsmache gegen Ärzte sein.
Sie müssen aber, insbesondere für Ärzte, Pflegepersonal und
Klinik-Manager, Anlass zur Selbstvergewisserung sein. Denn die Daten
der Kassen weisen Jahr um Jahr vermeidbare Fehler nach. An zwei
Schrauben lässt sich drehen: Die Kliniken müssen personell so
ausgestattet sein, dass Ärzte und Pfleger die Chance haben, alle
Vorgaben für die Sicherheit von Patienten zu erfüllen –
beispielsweise, dass ein Patient vor der Anästhesie zweimal von Arzt
und Pflegekraft gefragt wird, wer er ist und was gemacht werden soll.
Dann wird garantiert das richtige Knie operiert. Viel Verantwortung
trägt auch die kaufmännische Leitung einer Klinik. Die Ärzte haben
Recht mit dem Hinweis, dass die Fehleranfälligkeit unter hohem
Arbeitsdruck steigt. Darüber hinaus bedarf es eines zentralen
Registers für Behandlungsfehler. Je umfassender und gründlicher die
Statistik geführt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, aus
den Fehlern der anderen lernen zu können.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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