Rheinische Post: Luckes neuer Versuch Kommentar Von Reinhold Michels

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Dass der gedemütigte AfD-Mitgründer Lucke nach
den Parteitags-Pöbeleien gegen ihn eine tragfähige Alternative zur
sumpfig wirkenden „Alternative für Deutschland“ aufbauen möchte,
entspricht dem ewigen Gesetz des Stirb und Werde, das auch in der
Politik gilt. Ob die von dem Ökonomieprofessor wach geküsste neue
Partei tatsächlich zum Weckruf konservativ-wirtschaftsliberal
gesinnter Euro-Gegner wird oder bei erster Gelegenheit den
Gute-Nacht-Kuss des Wählers bekommt – das werden die März-Wahlen 2016
erweisen. Eine neue Protestpartei ohne rechts blinkendes Proletentum
wirkt wie eine Kopfgeburt. Nur, falls sich die Euro-Krise verschärfen
sollte und in Deutschland eine törichte „Der Starke ist am
mächtigsten allein“-Stimmung ausbreitete, behielte bzw. bekäme die
alte und die neue Alternativpartei Boden unter die Füße. Union und
SPD, die Noch-Volksparteien, müssen alles daran setzen, dass auch der
„Kleine Mann“ begreift, was der Patriot und Europäer Franz Josef
Strauß einst sagte: „Deutschland ist unser Vaterland und Europa
unsere Zukunft.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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