Rheinische Post: Martin Schulz: „Gabriel hat nicht zu einem rot-rot-grünen Bündnis aufgerufen“

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In der Debatte um einen Gastbeitrag des
SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und einen möglichen Linksschwenk der
Sozialdemokraten hat Europaparlamentspräsident Martin Schulz (SPD)
dem Parteichef den Rücken gestärkt. „Sigmar Gabriel hat mit dem
Gastbeitrag nicht zu einem rot-rot-grünen Bündnis nach der
Bundestagswahl aufgerufen“, sagte Schulz der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Wer das nun so
verbreite, wolle ihn vielleicht wissentlich falsch verstanden haben,
sagte Schulz, der auch Mitglied im Präsidium der Sozialdemokraten
ist. „Der SPD-Vorsitzende hat mit dem Beitrag eine wichtige Debatte
fortgesetzt, wonach es Aufgabe aller demokratischen Kräfte nicht nur
links der Mitte ist, dem stärker werdenden Nationalismus und
Rechtsextremismus entgegen zu treten.“ Das gehe besonders wirksam,
wenn sich Parteien wie die SPD, die Grünen und die Linken in dieser
Sache zusammentäten und gemeinsam „für unsere Werte einstehen“. Die
Vorsitzende der linken SPD-Gruppierung DL 21, Hilde Mattheis, hatte
am Montag erklärt, sie sei froh über Gabriels Erkenntnis, dass die
SPD jenseits des Bündnisses mit der Union eine Machtoption brauche.
„Der Vorstoß, die Kräfte der –Mitte-Links-Parteien– zu bündeln, ist
ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Mattheis. Bei
der Bundespräsidentenwahl werde sich zeigen, ob Sigmar Gabriel es mit
Rot-Rot-Grün ernst meine.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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